Der Verein

Geschichte
Vor 70 Jahren gründeten die Natur- und Heimatfreunde des Kulturbundes den Fotoclub Potsdam. Er entwickelte sich Dank der guten Zusammenarbeit von Berufs- und Amateurfotografen zu einer der aktivsten Fotogemeinschaften der DDR, die in den folgenden Jahrzehnten auch namhafte und erfolgreiche Fotografinnen und Fotografen zu ihren Mitgliedern zählte. Der Club hat eine lange Tradition mit regelmäßigen Treffen zur Bilddiskussion und der Organisation von Fotoausstellungen. Frühe, noch heute bekannte Ausstellungen waren die Fotoschau Interclub, die Fotoschau Akt und Landschaft und die Bezirksfotoschau. Daneben gab es natürlich, genauso wie heute, immer wieder Personalausstellungen. Es ist in erster Linie dem Enthusiasmus und dem Engagement seiner Mitglieder zu verdanken, dass der Club auch die „Wende“ überstand und bis heute existiert. Dies ist umso erstaunlicher, da er die längste Zeit kein eingetragener Verein mit entsprechender Organisationsstruktur war und sich zwischenzeitlich auch Untergruppen mit separaten Treffen entwickelt hatten, die sich jedoch stets dem Fotoclub zugehörig fühlten. Heute hat der Club, ausgehend von der Gruppe, die sich bis 2013 im studentischen Kulturzentrum (KUZE) in der Innenstadt traf, nur noch einen Ort für Clubtreffen, nämlich im Treffpunkt Freizeit Am Neuen Garten 64. Dort findet an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat ein anregendes Treffen mit 10-30 Fotobegeisterten zur kritischen Bilddiskussion und zu Vorträgen statt, wobei die Bilder über einen Beamer projiziert gezeigt werden.

Schon immer gehörten auch gemeinsame Workshops und Fotoexkursionen, z.B. nach Rügen, ins Elbsandsteingebirge, nach Prag, nach St. Peter-Ording, in den Hainich, den Harz oder auch im Potsdamer Raum zum Programm des Fotoclubs. Der Club hat bis 2021 bei der Clubwertung im Wettbewerb der Zeitschrift Fotoforum teilgenommen und bis dahin neunmal den Jahressieg.

Aus dem Fotoclub Potsdam ging 2012 die Fotogalerie Potsdam e.V. hervor, einem Verein zur Förderung von Fotografie als Kunstform, der bis 2026 in der Regel fünf Ausstellungen pro Jahr in der Galerie im Treffpunkt Freizeit (Theaterfoyer) organisiert hat. Aussteller waren bekannte und aufstrebende Fotografinnen und Fotografen überwiegend aus dem Berliner Raum und auch Mitglieder des zwölfköpfigen Kuratoriums selbst. Der Verein hatte den Fotoclub satzungsgemäß als Förderobjekt. Im April 2026 benannte sich der Verein in Fotoclub Potsdam e.V. um, der auch die Galerie im Theaterfoyer des Treffpunkt Freizeit weiterbetreibt. Somit hat der Fotoclub Potsdam nun erstmals eine offizielle Rechtsform. Er ist für alle Fotobegeisterten offen, die gerne bei den regelmäßigen Clubtreffen reinschnuppern können und dann auch Mitglieder werden können.

X